Stadt Trier – Reise-Tipps für die Römer-Stadt Augusta Treverorum

Römer in Augusta Treverorum
Römer in Augusta Treverorum

Es muss nicht immer Italien sein. Wer auf den Spuren der Römer und heimischer Geschichte wandern will, sollte eine Reise zur ältesten Stadt Deutschlands planen: Trier. Die ehemalige römische Kaiserresidenz Augusta Treverorum bietet Sehenswürdigkeiten auf Schritt und Tritt und genau das richtige Ausflugsziel für einen Kurztrip. Mindestens zwei Tage sollte man aber schon einplanen. Nachfolgend 6 Trier Highlights, so dass ihr schon mal einen kleinen Einblick erhaltet, was euch alles in Trier erwartet.

Porta Nigra in Trier – Römisches Stadttor (UNESCO Weltkulturerbe)

Porta Nigra in Trier: Römisches Stadttor
Porta Nigra in Trier: Römisches Stadttor

Wer sich gerne mit der Antike und insbesondere mit dem Römischen Reich beschäftigt, wird das römische Wahrzeichen der Stadt Trier Porta Nigra lieben. Es zählt zu den am besten erhaltenen römischen Stadttoren überhaupt. Die schwarze Färbung des „Schwarzen Tors“ kommt übrigens davon, dass die Bewohner in alter Zeit mit Holzkohle heizten und sich der Ruß auf der Stadtinnenseite des Tors niedergeschlagen hat. Erhalten hat sich das römische Tor deshalb so gut, weil das Tor im Mittelalter zu einer Kirche umfunktioniert wurde. Napoleon ließ dann nach seiner Eroberung Triers das alte Römertor wieder freilegen, bzw. die Kirchen-Ummantelung abbauen.

Trierer Altstadt – Hauptmarkt in Augusta Treverorum (UNESCO Weltkulturerbe)

Altstadt Trier, Blick vom Marktplatz aus
Altstadt Trier, Blick vom Marktplatz aus

Direkt südlich des römischen Stadttors Porta Nigra liegt der Hauptmarkt, den man von dort locker in 10 Minuten zu Fuß erreichen kann. Rund um den Marktplatz treffen mehrere Epochen aufeinander, romanische und gotische Baustile vermischen sich. Selbstversorger finden hier Supermarkt und Backshop. Insgesamt ist Trier – obwohl Touristenstadt – ein günstiges Reiseziel und so auch für kleinere Reisekassen gut erschwinglich. Vielleicht mache ich später einmal einen eigenen Blog-Eintrag zu ein paar kuriosen Sehenswürdigkeiten der Trierer Altstadt wie dem Dreikönigshaus. Oder ihr fahrt einfach hin und guckt selbst.

Trierer Dom St. Peter und Liebfrauenkirche (UNESCO Weltkulturerbe)

Der Trierer Dom ist St. Peter geweiht
Der Trierer Dom ist St. Peter geweiht

Befindet ihr euch auf dem Marktplatz, biegt ihr einfach links ab und stoßt dann auf den Dom und die Basilika Liebfrauenkirche. Die Domstadt Trier war im Mittelalter tatsächlich eine eigene Stadt für den Adel und die Geistlichkeit, mit dem Vorteil für diese beiden Gruppen, dass sie keine Steuern zahlen mussten. Insgesamt ist der Trierer Dom nur noch ein Viertel so groß wie die ursprüngliche römische Kirche. Die gotische Liebfrauenkirche befindet sich gleich rechts neben dem Dom und ist die älteste gotische Kirche Deutschlands.

Konstantin-Basilika – Evangelische Kirche zum Erlöser (UNESCO Weltkulturerbe)

Die Konstantin-Basilika inklusive eingebauter optischer Täuschung
Die Konstantin-Basilika inklusive eingebauter optischer Täuschung

Die Konstantin Basilika diente dem Kaiser als Audienzraum. Tricky: Die Römer konstruierten die Basilika inklusiver optischer Täuschungen, so wurden die Fenster am Ende der Basilika kleiner konstruiert und höher gesetzt als die Seitenfenster. Wurde jemand zum Kaiser gerufen entstand der Eindruck, dass der Raum länger ist als in Wirklichkeit. Durch die antike Höhe von 30 Meter, was römisches Standardmaß für Großbauten war, sowie der Einraumkonstruktion, herrscht im Inneren der Konstantin-Basilika eine Akkustik mit Hall. Gesprochenes hallt damit zirka 4 Sekunden nach. Antike Einschüchterungstaktik, die – zumindest aus technischer Sicht – heute noch funktioniert.

Kaiserthermen in Trier (UNESCO Weltkulturerbe)

Die Kaiserthermen in Trier: Erst Badeanlage, dann Kaserne
Die Kaiserthermen in Trier: Erst Badeanlage, dann Kaserne

Geht man von der Konstantin Basilika durch den angeschlossenen Schlosspark in südlicher Richtung weiter, kommt man zur römischen Kaisertherme. Die von Kaiser Konstantin geplante Therme war das fünftgrößte Bad im gesamten römischen Reich, wurde jedoch nie komplett fertiggebaut, da sich Konstantin im Laufe der Zeit nach Osten orientierte und nach Trier um 330 n. Christus Byzantion zu seiner Hauptresidenz machte, heute auch als Konstantinopel oder Istanbul bekannt. Bereits zur Römerzeit wurden die Badeanlage im späteren Verlauf zur Reiterkaserne umfunktioniert und im Mittelalter Teil der Stadtbefestigung.

Amphitheater in Trier – Blutige Spiele zur Römerzeit (UNESCO Weltkulturerbe)

Amphitheater: Brot und Spiele im antiken Trier
Amphitheater: Brot und Spiele im antiken Trier

Sehr gut erhalten ist auch das römische Amphitheater in Trier aus dem 2. Jahrhundert nach Christus, in dem 20.000 Schaulustige Platz fanden. Der Keller unter dem Amphitheater ist begehbar. Von dort konnten Tiere wie Bären oder Tiger sowie Gladiatoren über einen in der Mitte versteckten Aufzug schnell in die Arena verbracht werden. Neben Gladiatorenkämpfen und Tierkämpfen wurden dort auch Hinrichtungen vollzogen.

Pane Vina – Mein Touri-Basislager für Erkundigungen

Pane Vina - Lecker Pizza gibt neue Kraft für Erkundungen
Pane Vina – Lecker Pizza gibt neue Kraft für Erkundungen

Natürlich gibt es in Trier noch viel mehr zu sehen, wie das Karl Marx Geburtshaus, vor dem chinesische Touristen für Selfies posieren, das mittelalterliche Judenviertel, das Kurfürstliche Palais oder viele Museen, von denen ich leider nur Zeit für das Stadtmuseum Simeonstift Trier hatte. Wer auf der Suche nach einer tollen Pizzaria ist, um zwischendurch neue Kraft zu schöpfen, dem empfehle ich Pane Vina. Es befindet sich in der Jakobstraße, gleich in einem kleinen Seitenplatz neben dem Marktplatz (Altstadt).

Wer jetzt das siebte UNESCO Weltkulturerbe in Trier vermisst hat, die Römerbrücke – deren Besuch habe ich leider nicht mehr geschafft. Aber ein guter Grund nochmal wiederzukommen.


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